Was sind Browsergames?
Was sind eigentlich Browsergames
Verfasst von Susanne Gerdes am 27.08.2009 in Internet & Webmaster
Browsergames sind Spiele, die man ohne größere Hardwareanforderungen direkt in seinem Internetbrowser spielen kann.
Benutzt werden kann dabei zumeist jeder gängige Browser, von Opera bis zum Internet Explorer. Herkömmliche Spiele erfordern zumeist in der Hinsicht überdurchschnittliche Hardware, als die Darstellung von aufwändigen Grafiken einen schnellen Prozessor, reichlich Arbeitsspeicher sowie vor allem eine moderne Grafikkarte erforderlich machen. Bei allen Browsergames hingegen kann die Berechnung des Spielgeschehens zu einem großen Teil auf den Server des Anbieters verlagert werden, man spricht dann von serverseitigen Browserspielen. Diese sind zu unterscheiden von den clientbasierten (unechten) Browsergames, welche sich auf zusätzliche Browsertechnologien wie Java oder Flash stützen und bei denen der lokale PC mehr Rechenleistung erbringen muss.
Die meisten Spiele müssen, wenn man online gegen andere Spieler antreten möchte, zunächst erworben und installiert werden. Browsergames sind dagegen überwiegend kostenlos, da sie durch den browsergestützten Betrieb auf gängige Web-Technologien aufsetzen. Es ist allerdings möglich, dass Anbieter dem Spieler gegen eine monatliche Gebühr zusätzliche Spieloptionen offerieren, die diesem dann einen Vorteil gegenüber nicht zahlenden Spielern verschaffen.
Auch eine Installation auf dem lokalen Rechner entfällt im Normalfall. Diesem Umstand ist es auch zu verdanken, dass die Spiele von der grafischen Präsentation her oftmals sehr schlicht ausfallen.
Notwendig ist in jedem Fall die Anmeldung auf der Webseite des Anbieters. Viele Browsergames sind mittlerweile durch ihre User-Community bekannt geworden. Die soziale Komponente bei Browsergames scheint ein entscheidender Faktor bei der Bestimmung des Spielspaßes zu sein. Verdeutlicht wird dies zum einen durch die rege Teilnahme der aktiven Spieler in den Foren und Chats des betreffenden Spiels, zum anderen dadurch, dass die Spieler sich oft auch außerhalb des Spiels in Clans und Allianzen organisieren.
Die Mehrzahl der Browsergames stellen Strategiespiele, bei denen es auf diplomatische Beziehungen zu anderen Spielern und Spielerallianzen geht. Viele Browsergames sind auch reine Wirtschaftssimulationen in denen es darum geht, ein prächtigeres Imperium als die Konkurrenz zu errichten. Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich die browserbasierten Rollenspiele, weil technologische Fortschritte eine immer bessere grafische Präsentation auch im Browser ermöglichen. Im Augenblick ist der Trend zu erkennen, Browsergames als eine Kombination von mehreren Spielgenres zu konzipieren, um möglichst viele Spieler anzusprechen. Sogar Echtzeit-Strategietitel á la "Command & Conquer" werden mittlerweile online angeboten. Ob dieser Trend dazu führt, dass zukünftig der Qualitätsunterschied zu herkömmlichen Computerspielen völlig verwischt, bleibt abzuwarten.
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